INKLUSIV GESTALTEN – INFRASTRUKTUREN IM BESTAND
Öffentliche Infrastrukturen sind das Fundament unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Als Netzwerk verbinden sie Menschen und ermöglichen den Austausch von Waren und Wissen. Im Sinne der staatlichen Daseinsvorsorge garantieren sie den Zugang zu Mobilität, Bildung, Gesundheit sowie zur Grundversorgung mit Energie und Wasser. Damit entscheiden sie maßgeblich über die Lebensqualität und die Attraktivität einer Region im Standortwettbewerb. Der Bestand macht einen Großteil der gebauten Umwelt aus. Infrastrukturen aus den 1960er- und 1970er-Jahren nehmen dabei einen hohen Anteil des Gebäude- und Anlagenbestands ein.
Angesichts der Ziele zur Klimaneutralität bis 2045, der Ressourcenschonung oder dem Einstieg in die Zirkularität kommt der Bestandsentwicklung eine besondere Aufgabe zu. Eine Umbaukultur und das Weiterbauen wären eigentlich ein Gebot der Stunde. Trotz dem »Sondervermögen Infrastruktur« der Bundesregierung sind die finanziellen Spielräume vieler kommunaler Haushalte begrenzt. Es gilt die zur Verfügung stehenden Finanzmittel gezielt und mit Mehrwert einzusetzen. Barrierefreiheit wird oftmals als Kostentreiber angesehen. Stehen einfaches oder kostenbewusstes Planen und Bauen hierzu im Widerspruch? Muss ein neuer (Hessen-)Standard zwischen Politik, Planung und Gesellschaft ausgelotet
werden?
Zukunftsfähiges Bauen bedeutet heute, Barrierefreiheit als essenzielle Vorsorge für eine inklusive Gesellschaft mitzudenken. Es stellt sich die zentrale Frage: Wie transformieren wir unsere vorhandene Infrastruktur in eine resiliente und für alle zugängliche Daseinsvorsorge?
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, lädt daher gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer (BAK) und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) zur Regionalkonferenz »Inklusiv gestalten – Infrastrukturen im Bestand« ein. Impulsvorträge, die Präsentation von gelungenen Beispielen aus der Praxis sowie Podiumsdiskussionen zeigen neue, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze auf.
Die Teilnahme an der Regionalkonferenz ist kostenfrei und wird von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen mit vier Unterrichtseinheiten als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.
Anmeldung ist bis zum 27. April 2026 möglich: hier