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Kammer-Umfrage zur Digitalisierung

Mobil und vernetzt: Digitalisierung verändert die Arbeitsweise

Kammer-Umfrage untersucht Stand der Umsetzung im Planungsbüro

Der Prozess der Digitalisierung im Planungsbüro hat in den letzten Jahren noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen. Schwerpunkt ist nun nicht mehr das schon seit langem digitalisierte Entwerfen oder der Schritt von der 2D zur 3D-Präsentation. Die aktuelle Phase der Digitalisierung betrifft vor allem die interne und externe Arbeitsweise der Büros. Unterstützt von neuer Hard- und Software setzen Planungsbüros zunehmend eine mobilere und vernetzte Arbeitsweise um. Einen Schub hat die Entwicklung durch die Anforderungen des Building Information Modeling (BIM) erhalten, bei dem es nicht nur um eine technische Vernetzung, sondern vor allem um neue Formen der Zusammenarbeit mit sämtlichen beteiligten Akteuren im gesamten Verlauf des Planungs- und Bauprozesses und dem späteren Betrieb geht.

Freischaffend tätige Mitglieder wurden befragt

Um die Anforderungen und Bedürfnisse der Bremer Planungsbüros im Digitalisierungsprozess beurteilen zu können, haben die Architektenkammer Bremen und die Ingenieurkammer Bremen im November 2021 bis Januar 2022 eine Online-Umfrage unter den selbstständigen Mitgliedern der beiden Kammern durchgeführt. Dabei ging es um Themen, die mit der Arbeitsweise und dem Büromanagement in Zusammenhang stehen: Büroverwaltung, Datenhaltung, digitales Projektmanagement, IT-Sicherheit/Datenschutz, Soziale Medien und das Interesse an Digitalisierungs-Förderprogrammen.

Von 473 per E-Mail angeschriebenen Selbstständigen haben 90 die Umfrage beantwortet – das entspricht einer Rücklaufquote von 19 %. Ein Großteil der Teilnehmenden ist bereits mit dem Thema der digitalisierten Arbeitsweisen und Softwareanwendungen beschäftigt und befindet sich in der Umsetzung.

Vernetzte Arbeitsweisen nehmen zu

Gut die Hälfte der Büros pflegen eine teamorientierte Arbeitsweise mit einer zuständigen Person, und dem Zugriff aller Mitarbeitenden auf die Projektdaten, 23 Teilnehmende arbeiten kollaborativ zusammen, das heißt gleichzeitig an gleichen Dokumenten. In 18 Büros herrscht die individuelle Datenhoheit der Einzelnen vor, insbesondere Büros mit weniger als 5 Personen oder natürlich Einzelunternehmerinnen und -unternehmer. Die Umfrageergebnisse machen außerdem deutlich, dass mobiles Arbeiten den Mitarbeitenden in gut der Hälfte der Büros weitgehend unbegrenzt ermöglicht wird, hier vor allem bei den eher teamorientiert und kollaborativ arbeitenden Unternehmen.

Hohes Interesse an Beratung und Fortbildung

In allen abgefragten Themenbereichen äußerten die Teilnehmenden ein hohes Interesse an entsprechender Beratung und Fortbildung. Interessierte Mitglieder haben verschiedenen Möglichkeiten, um fachliches Wissen und Förderung zu erhalten. Themen wie „Dezentrales Arbeiten mit MS Teams“ werden bereits im aktuellen Zyklus des Fortbildungsprogramms angeboten. Weitere Seminarangebote werden laufend entwickelt und auf www.fortbilder.de veröffentlicht.

Neue Veranstaltungsformate

Zudem starten neue Veranstaltungsformate, die neben der Wissensvermittlung vor allem den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zum Ziel haben. Diese neuen Angebote werden von der neuen „Servicestelle Digital am Arbeitsplatz“ des RKW Bremen gemeinsam mit der Architektenkammer Bremen und der Ingenieurkammer Bremen angeboten. Start ist im Juli 2022 mit einer ersten Info- und Netzwerkveranstaltung. Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Die gesamten Umfrageergebnisse „Digitalisierung im Planungsbüro“ finden Sie im Downloadbereich.

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Ansprechpartner

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Dipl.-Ing. agr., Dipl.-Päd. Steffanie Schügl
Referentin
anerkennung@akhb.de